Wie ein blauer Teppich

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Diese wunderschönen Blumen werden auf Englisch Blue Bells genannt.
Jetzt im Frühling sieht man sie im Wald. Man darf sie nicht pflücken oder ausgraben. Sie stehen unter Naturschutz.
Aber eine Variante dieser Pflanze gibt es in Gewächshäusern zu kaufen und man sieht diese kultivierte Abwandlung in vielen Vorgärten neben Tulpen und unter Kirschbäumen.
In zwei Wochen wird dieses Farbenmeer wieder verschwunden sein. Oh wie schade.

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Buchmesse in London

Da ich Autorin bin, bin ich gestern auf die Buchmesse nach London gefahren, um mich eingehender zu informieren.

Inzwischen schreibe ich Texte für einen Schulbuchverlag. Das hat Vorteile für mich, weil ich kostengünstiger an Lehrmaterialien herankomme.

Die Veranstaltung findet zur Zeit in der Olympiahalle nicht weit von Kensington statt.

Viele Kinder wollten in den Osterferien die Museumsmeile in South Kensington besuchen. Die U-Bahn war auf dem Hinweg vollgepackt mit kleinen Menschen und älterem Begleitpersonal-sprich Eltern oder Großeltern. Alle trugen Rucksäcke mit Proviant.
Ich genoss das bunte Treiben und erinnerte mich an viele Ausflüge dieser Art, die ich mit meiner Familie vor einigen Jahren noch zu machen pflegte.

Wir bestaunten die Riesenbaumstämme im Natural History Museum. Leider waren die Schlangen vor der Dinosaurierausstellung viel zu lang und einer unserer Kinder musste dann plötzlich für kleine Mädchen.

Im Viktoria Albert Museum konnte man in eine neue Zeit eintreten und altertümliche Kostüme anprobieren.
Im Science Museum gab es fliegende Objekte jeglicher Art,die von der Decke herunterhingen.
Das Tolle daran ist, dass der Besuch dieser Museen kostenlos ist.

Auf der Londoner Buchmesse stellten viele Buchverlage aus Osteuropa wie z.B. aus Litauen aus.
Ich sah einige deutschsprachige Aussteller wie zum
z.B. Weltatlas. Aber auch Lonely Planet und National Planet waren vertreten. Am meisten interessierte ich mich für den Pearsonverlag. Dieser Verlag ist neben Heinemann ein wichtiger Schulbuchverlag und durchaus mit dem Cornelsenverlag in Deutschland zu vergleichen.

Dieser kam dieses Jahr nicht nach London, was ich bedauerte.

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Es gab Vorträge für verschiedene Fachrichtungen.

Ich interessierte mich am meisten für Kinderliteratur und wie man diese übersetzt und was für gesellschaftliche und kulturelle Dinge man dabei berücksichtigen muss.

So sind für japanische Kinder die deutschen Brüder Grimm Märchen befremdlich, weil die Natur anders gesehen wird.
Die Natur wird dort nie bedrohlich dargestellt. Der Wolf wäre der Held und der Jäger der Übeltäter, weil er sich der Natur widersetzt und den Wolf tötet.

Das ist eine Denkweise, die wir Deutschen wohl schwer nachvollziehen können.

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Der Vortrag über das Urheberrecht war sehr aufschlussreich; doch durch meine Arbeit mit den vier Verlagen, mit denen ich schon zusammengearbeitet habe, war ich mir einiger Zusammenhänge schon bewusst.
Ich fand es begrüßenswert,dass es viele Stände mit muslimischer Literatur gab. Am meisten gefiel mir der Stand mit muslimischer Kinderliteratur.

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Die chinesischen Verlage hatten neben einflussreichen amerikanischen Verlagen riesengroße Ausstellungen.

Leider verpasste ich die Autorenlesung. Aber zum Glück kann man auf dem Blog der Buchmesse alles nachlesen und anschauen.

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Ich sah kuriose Menschen wie z.B. Donald Trump Impersonationen,traf mich beim Café und ich genoss es, die Menschen, die so viele unterschiedliche Sprachen benutzten, zu belauschen.

Das Wetter war regnerisch und deshalb der ideale Tag, um den Tag auf einer Messe zu verbringen.

Heute war ich in der Stadtbücherei, um beim Knit and Natter Club mitzumachen.

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Ich habe nun mal eine Leidenschaft für Bücher und Kinder.

Bei uns im Garten

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Im Moment blühen unsere Osterglocken um die Wette. Es dauert nicht mehr lange und wir haben die Gemeindewahlen. Diese finden im Mai statt.

Alle Ausländer, die ein Aufenthaltsrecht haben, dürfen bei den Gemeindewahlen mitmachen.

Ich werde noch meinen Führerschein mitnehmen, auf dem meine britische Adresse draufsteht.
Meinen britischen Pass bräuchte ich für die Wahlen nicht; aber ich habe ihn noch nicht beantragt, weil ich zwischen Deutschland hin- und herreisen musste. Wenn man den britischen Pass zum ersten Mal beantragt, muss man für 6 bis 8 Wochen im Lande bleiben. Denn man muss auf Abruf beim Auslandsamt vorstellig werden.
In Großbritannien gibt es keine Meldepflicht. Deshalb will man auf diese Weise auch sicherstellen, dass man dort auch wohnt.

Eine Miniaturosterglocke wird in Großbritannien am ersten April ins Knopfloch gesteckt.

Man feiert an diesem Tag St. David’s Day und sammelt Gelder für die Wohlfahrtsgesellschaft, die nach Marie Curie benannt wurde.
Marie Curie war zwar keine Britin;aber ihre Forschungsbeiträge waren der wissendchaftlichen Weiterentwicklung sehr dienlich.
Hier werden die Gelder, die eingenommen werden, für die Krebsforschung verwandt.

Man kann sich sogar eine Osterglocke-Strickanleitung herunterladen.

Das sieht dann so aus.

Auf diese Weise ist man sinnvoll beschäftigt und trägt mit dem Erwerb dieses Strickmusters zur Forschung und zum Allgemeinwohl bei.

Englischer Tee

Heute ging ich mit meiner Tochter am Strand spazieren.
Es war kalt und ich trug meine warme Wollmütze.

Um uns aufzuwärmen,gingen wir in ein kleines Café. Dort trank ich englischen Tee.

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Nun werden Sie sich sicherlich fragen, was so vornehm am englischen Tee ist.

Die Antwort ist ganz einfach. Die meisten Leute trinken den Tee so wie ich heute.

Sie benutzen eine einfache Tasse ohne Blümchen, weißen Zucker und Milch. Sie spreizen nicht wie eine Lady oder Lord den rechten kleinen Finger nach links, sondern verwenden den Daumen und Zeigefinger,um die Tasse anzuheben. Der kleine Finger bewegt sich kaum während dieser Angelegenheit.

Es ist alles durchaus gewöhnlich hier und zwar auch das Teetrinken.

Weihnachtsfotos aus England

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In England hängen die Weihnachtssocken vom Kaminsims herunter.

Da es hier nicht so viele Nadelbäume gibt, haben viele einen künstlichen Tannenbaum. Dieser wird meist schon am 1. Dezember aufgestellt.

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Weil es teuer ist, jedem etwas zu verschenken, werden Weihnachtskarten weitergereicht. Diese werden an Schnüren im Wohnzimmer aufgehängt oder in Kartenhalter gesteckt.

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Bei uns befinden sich die Karten überall; denn wir haben viele Karten bekommen.

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Wir haben zwar keine Krippe; aber wir besitzen eine faltbare Maria und Joseph-Szene. Diese steht neben unseren Kakteen und unserer Aloe Vera Pflanze auf dem Fenstersims.

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Schokoladen-Weihnachtsmänner kann man bei uns auch kaufen. Meine habe ich im Lidl erstanden.

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Das Weihnachtsgebäck,das wir hier essen, heißt Mince Pies. Es enthält viele Rosinen und ist sehr süß.

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Meine Tochter hat es gestern gemacht.

Als Nachtisch wird normalerweise ein Christmas Pudding gegessen. Wir werden unseren heute erst essen.

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Man muss diesen Pudding im Dampfbad oder Mikrowellenherd erhitzen, flambieren und mit flüssiger Sahne servieren. Diese Speise ist eine Kalorienbombe und sehr zuckrig.

Beim Essen tragen alle Papierhütchen, die aussehen wie eine Krone, erzählen sich Witze und haben einfach Spaß.

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Diese Hüte,Witze und lustigen Spielsachen befinden sich in den Weihnachtsbonbons. Es sind Knallpatronen eingebaut und wenn man daran zieht, stinkt es und man einen unheimlichen Krach.

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Unser Christmas Cracker war silbern mit Sternen darauf. Aber viele Knallbonbons sind rot oder grün. Oft werden die Räume mit Stechpalmen und Mistelzweigen geschmückt. Wenn man sich unter dem Mistelzweig küsst,findet man Liebe im darauf folgenden Jahr. In meinem Fall wird mir die Liebe erhalten bleiben.

Leider ist Weihnachten in England sehr kurz. Die Geschäfte sind am Heiligabend bis spät abends offen.
Weil unsere älteste Tochter an Heiligabend arbeiten musste und die Züge nicht fuhren, haben wir sie von ihrem Studienort abgeholt.
Heute morgen musste ich meine mittlere Tochter zum Einkaufszentrum bringen. Sie verdient sich etwas dazu und der Schlussverkauf begann heute schon um 7 Uhr morgens. Ich bekam nur mit Not und Mühe einen Parkplatz.

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Die Leute drängten sich schon um 9 Uhr morgens in das Shoppingparadies und standen in langen Schlangen an.
Die Schnäppchenjäger kamen mir mit vollen Einkaufstaschen mit entgegen.
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In solchen Momenten vermisse ich Deutschland von ganzem Herzen.

Der Rest der Familie wird heute vielleicht noch etwas Schönes unternehmen.

Wir hatten insgesamt einen Tag, den wir als Familie weihnachtlich verbrachten. Nun ist der Weihnachtszauber schon wieder verpflogen.

Weihnachtslichter in London

Heute fuhren mein Mann und ich nach London und bestaunten die Weihnachtsbeleuchtung in der City.

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Auf dem letzten Foto ist der Tannenbaum zu sehen, der jedes Jahr von Norwegen importiert wird. Er befindet sich auf dem Trafalgarplatz neben dem berühmten Nelson’s Column.
Er wird aus Dankbarkeit geschenkt, weil die Briten den Norwegern im zweiten Weltkrieg beistanden.

Der Tannenbaum ist riesig und kommt jedes Jahr mit dem Schiff nach England.

Dieses Jahr wurde das siebzige Jubiläum dieser Tradition gefeiert.

Eines ist sicher:Dieser Weihnachtsbaum ist wohl einer der bekanntesten der ganzen Welt.
Er lässt das Licht erstrahlen.
Wir können nur auf einen lang anhaltenen Frieden in Europa und der ganzen Welt hoffen.